Der Smartring-Hersteller Oura hat seinen Börsengang mit einem Volumen von bis zu 2,2 Milliarden Dollar auf unbestimmte Zeit verschoben und nennt „Unsicherheit am IPO-Markt“ als Grund. Das Unternehmen hatte 55 Millionen Aktien zu 40 bis 44 Dollar angeboten, nannte aber keine weiteren Details. In der Mitte dieser Spanne hätte die Bewertung bis zu 15 Milliarden Dollar erreicht.
„Unsere Mission ist es, Menschen zu helfen, gesünder und länger zu leben, und ein IPO ist nur ein Schritt auf diesem Weg. Wir wollen einen außergewöhnlichen Börsengang für unsere Mitarbeiter und Investoren abliefern, und wir haben den Luxus, unseren Moment selbst zu wählen“, sagte CEO Tom Hale. „In der Zwischenzeit arbeiten wir an den Chancen, die vor uns liegen.“
Dem Geschäft geht es nach eigenen Angaben gut: Der Oura Ring 5 sei am Markt gut angekommen, die Zahl der zahlenden Mitglieder liege bei 5,7 Millionen – Ende Juni waren es 5 Millionen. Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 90 Prozent; im Vorjahr lag der Umsatz bei 907,9 Millionen Dollar.
Die Verschiebung verzögert dennoch Pläne, die an den Erlös geknüpft waren. Der Frühinvestor Forerunner Ventures wollte seine gesamte Beteiligung von 9,3 Prozent verkaufen, was beim Mittelkurs von 42 Dollar rund 1,20 Milliarden Dollar eingebracht hätte. Oura selbst wollte den Großteil des IPO-Erlöses nutzen, um Steuern auf Mitarbeiteraktien zu zahlen, die beim Listing zugeteilt worden wären. Wer Liquidität suchte, muss nun warten.




