OpenRig, als npm-Paket @openrig/cli unter Apache-2.0 veröffentlicht, nimmt sich des Durcheinanders an, das entsteht, wenn ein Team mehrere Coding-Agenten gleichzeitig laufen lässt. Statt einen Agenten zu verwalten, verwaltet es das System, das sie bilden: Ein 'Rig' ist eine deklarierte Topologie aus Pods, Sitzen und Kanten, in YAML geschrieben und mit einem Befehl gestartet.
Die Besonderheit ist das Mischen von Anbietern in einem Team. Ein Rig kann native Claude-Code- und Codex-Sitzungen nebeneinander halten, adressiert über stabile Namen wie dev-owner@first-project, sodass ein Owner-Sitz einen Änderungsvorschlag an einen Prüfer-Sitz des anderen Harness übergeben kann. Darunter liegen ein lokaler Daemon mit HTTP-API, CLI, Terminal-UI und ein MCP-Server, gebaut auf tmux und SQLite.
Statt die Topologieplanung dem Nutzer zu überlassen, liefert das Projekt Startpunkte mit: first-project (zwei Sitze), conveyor (vier Sitze für Intake, Planung, Bau und Review), product-team (zwei Orchestratoren plus Implementierung, QA, Design und zwei unabhängige Reviewer), adversarial-review, research-team und secrets-manager – Letzteres betreibt eine HashiCorp-Vault-Instanz, die ein Spezialisten-Agent steuert. Rigs lassen sich mit rig down --snapshot sichern und namentlich wiederherstellen; bestehende tmux-Sitzungen können per Fingerprint erkannt und übernommen werden.
Die Einschränkungen sind erheblich, und die Dokumentation benennt sie klar. Nötig sind Node.js 22 oder 24 und tmux unter macOS oder Linux; natives Windows wird nicht unterstützt. Der Start eines Rigs schreibt Provider-Hooks, Workspace-Vertrauenseinstellungen und Konfiguration in ~/.claude.json und ~/.codex/config.toml – mit ausdrücklichem Hinweis, vorher Backups anzulegen, da manche Schreiber unlesbare Einstellungen als leere Objekte wiederherstellen und es keine vollständige Rollback-Garantie gibt. Version 0.6.0 entfernte Node 20 wegen der SQLite-Anbindung. Vollständige Bypass-Berechtigungsmodi existieren, sind aber standardmäßig aus. Das Repository gewann an einem Tag rund 622 Sterne.




