Das US-Justizministerium (DOJ) erhält für drei Jahre die Aufsicht über die Einstellungspraktiken von OpenAI. Die Bürgerrechtsabteilung des Ministeriums gab am Mittwoch (5. August) bekannt, dass OpenAI und die ehemalige Tochtergesellschaft Statsig eine Einigung unterzeichnet haben, die auch eine Zahlung von 3,2 Millionen Dollar umfasst.

Die DOJ warf den Unternehmen vor, vor der Beantragung einer dauerhaften Aufenthaltserlaubnis (PERM) für ausländische Mitarbeiter nicht wirklich nach qualifizierten US-Bürgern gesucht zu haben, wie es der Immigration and Nationality Act verlangt. Konkret sollen offene Stellen nicht auf öffentlichen Jobbörsen gelistet, nur nachts im Radio beworben und Papierbewerbungen verlangt worden sein – Taktiken, die US-Bewerber abschrecken. Betroffen waren weniger als zehn Positionen.

Die Unternehmen räumen kein Fehlverhalten ein. Von den 3,2 Millionen Dollar sind 1,2 Millionen eine Geldstrafe; die restlichen 2 Millionen sind für Entschädigungen an US-Bürger reserviert, die sich beworben hatten und geschädigt wurden, sofern das DOJ solche Fälle findet.

Die Aufsicht umfasst unter anderem die Ausarbeitung und Genehmigung von Einstellungsrichtlinien für PERM-Stellen sowie halbjährliche Berichte mit Statistiken darüber, wie viele Anträge für ausländische Beschäftigte gestellt und wie viele US-Bürger interviewt wurden.

Das DOJ erklärte, die Ermittlungen gegen beide Unternehmen hätten bereits im August 2025 begonnen – fünf Fälle bei OpenAI zwischen 2023 und 2025 und einer bei Statsig. OpenAI hatte das A/B-Testunternehmen Statsig im September 2025 übernommen und Teile davon im Mai 2026 wieder abgestoßen.

Die Einigung ist Teil einer verschärften Durchsetzung des Ministeriums: Bereits unter Präsident Biden schlossen Facebook und Apple ähnliche Vergleiche, wobei das DOJ dort systematische und weit verbreitete Verstöße behauptet hatte.