OpenAI verhandelt mit Investoren über mindestens 30 Milliarden Dollar in einer Pre-IPO-Finanzierungsrunde bei einer Bewertung von rund 1,4 Billionen Dollar. Das berichtete Bloomberg am Dienstag; die Runde wäre eine Brücke zum Börsengang, der nun für 2027 statt für dieses Jahr erwartet wird.

Die vorherige Privatrunde im März hatte 122 Milliarden Dollar bei einer Bewertung von 852 Milliarden Dollar eingebracht und galt damals als letzte vor dem Gang an die Börse. Für anhaltendes Interesse gibt es Gründe: Laut TechCrunch hat eine strategische Neuausrichtung auf Felder wie Coding die laufenden Erlöse seit Juli um rund 70 Prozent auf etwa 40 Milliarden Dollar im August steigen lassen.

CEO Sam Altman hat einen Börsengang 2026 ausgeschlossen und will der KI-Sicherheit Vorrang geben. „Ich halte es für inakzeptabel, bis zum Ende des Jahrzehnts ein Risiko von etwa 10 Prozent zu tragen, alle umzubringen“, sagte er kürzlich dem Magazin Fortune – eine Antwort auf Warnungen von Sicherheitsforschern, fortgeschrittene KI berge ein existenzielles Risiko für die Menschheit.

Die Runde reiht sich in eine Serie gewaltiger privater Bewertungen der Branche ein: Anthropic bereitet einen eigenen Börsengang vor, und OpenAIs jüngster Aktienrückkauf von Mitarbeiteranteilen im August bewertete das Unternehmen mit 852 Milliarden Dollar. Käme die neue Runde in der Nähe der berichteten Konditionen zustande, wäre OpenAI das wertvollste Privatunternehmen der Geschichte.

OpenAI reagierte nicht auf eine Anfrage. Der von TechCrunch zitierte Bloomberg-Bericht bezeichnet die neue Runde als Brückenfinanzierung vor dem verschobenen Börsengang.