Nach monatelangen Spekulationen hat Nvidia Nägel mit Köpfen gemacht: Der Chiphersteller hat mit sechs der größten Finanzinstitute der Welt Absichtserklärungen (Memorandums of Understanding) unterzeichnet, um 500 Milliarden Dollar an Drittkapital für KI-Infrastruktur zu mobilisieren.
Die Partner — Apollo, BlackRock, Blackstone, Brookfield, Goldman Sachs und KKR — werden KI-Infrastruktur unabhängig voneinander übernehmen und Nvidia-Kunden, von führenden KI-Labors bis zu Unternehmen und Regierungen, Kapital zu attraktiven Konditionen bereitstellen. Die Ankündigung nach Börsenschluss am Montag folgte auf einen Bericht der Financial Times, der die Nvidia-Aktie im Handel zeitweise um mehr als 2 Prozent fallen ließ.
"Wir haben damit begonnen, Chips zu bauen; heute helfen wir dabei, eine neue Klasse produktiver, investierbarer Infrastruktur zu schaffen: KI-Fabriken", sagte Gründer und CEO Jensen Huang in der Ankündigung.
Der Mega-Deal macht den KI-Ausbau von Nvidia faktisch zu einer eigenen Anlageklasse und erlaubt Kunden, Rechenzentren zu finanzieren, ohne eigene Bilanzen zu belasten. Zugleich vertieft er Nvidias bereits außergewöhnliche finanzielle Präsenz: Das Unternehmen führt separat Gespräche über eine Absicherung von rund 250 Milliarden Dollar Kreditaufnahme von OpenAI und kündigte im Juli eine Initiative von mehr als 500 Milliarden Dollar für Rechenzentren mit Südkoreas SK Group an.
Die weltweiten KI-Infrastrukturinvestitionen dürften 2026 allein die Marke von einer Billion Dollar überschreiten. Die neue Finanzierungsmaschine positioniert Nvidia nicht nur als dominierenden Chipleferanten, sondern als zentralen Finanz-Machtvermittler des KI-Booms. Die Partnerschaften stehen unter dem Vorbehalt endgültiger Verträge, teilte Nvidia mit.




