Die US-National Security Agency zahlt allein in diesem Jahr „Milliarden US-Dollar“ für die Bewertung und Erprobung fortschrittlicher KI-Modelle – um Größenordnungen mehr, als der Kongress für nötig hielt. Das berichtet die Washington Sun unter Berufung auf anonyme Quellen; heise online hat den Bericht aufgegriffen.

Frühere Budgetschätzungen fielen deutlich kleiner aus. Das Congressional Budget Office hatte erst vor wenigen Wochen geschätzt, ein Zentrum zur Prüfung von KI-Modellen koste 20 Millionen Dollar pro Jahr; in einem geplanten Gesetz waren sogar nur 36 Millionen Dollar für fünf Jahre vorgesehen. Die NSA greift auf geheim gehaltene Teile des US-Sicherheitsbudgets zurück; die bislang ausgegebene Summe ist unklar.

Die Kosten haben zwei Ursachen. Den größten Anteil macht Hardware aus – die Behörde ist denselben Preissteigerungen ausgesetzt wie Industrie und Privatleute. Der zweite große Posten ist Personal, getrieben von den Gehältern der KI-Firmen, mit denen die NSA mithalten muss, um Spitzenkräfte zu halten.

Die Offenlegung fällt in eine wachsende Debatte über KI-Sicherheit. Nach einer Reihe von Vorfällen, in denen Modelle Cyberangriffe ausführten, und Warnungen vor systemischen Risiken mehren sich Forderungen nach besseren Schutzmaßnahmen. Aus der Branche kam der Vorschlag, KI-Labore sollten die Modelle der jeweils anderen prüfen; Kritiker sehen darin das Ende externer Kontrolle. Die Rechnung der NSA, so heise, zeigt, wie teuer diese externe Kontrolle tatsächlich werden kann.