Einem deutschen Forscherteam ist ein bedeutender Fortschritt in der medizinischen Bildgebung gelungen: Sie haben eine kritische MRI-Hardwarekomponente mit Metamaterialien neu gestaltet, die elektromagnetische Wellen auf eine Weise manipulieren, die in der Natur nicht vorkommt.
Die in Advanced Materials veröffentlichte Studie wurde von Nandita Saha und Professor Thoralf Niendorf am Max-Delbrück-Centrum geleitet.
Das Problem herkömmlicher MRT
Herkömmliche MRI-Antennen haben oft Schwierigkeiten, ausreichend Signal aus tief im Körper liegenden Geweben zu sammeln. Tiefe Hirnstrukturen und das empfindliche Augengewebe sind besonders herausfordernd.
Wie Metamaterialien das Spiel verändern
Die Forscher integrierten Metamaterialien direkt in die MRI-Antenne. Bei Tests verstärkte die neue Antenne Signale, erhöhte die räumliche Auflösung und beschleunigte die Datenerfassung.
Ein Fenster zum Auge
Das Team testete das Design mit einem 7,0-Tesla-MRI-Scanner. Die neue Antenne erzeugte hochauflösende Bilder von Strukturen, die mit herkömmlicher MRT weitgehend unzugänglich waren.
Über die Augenbildgebung hinaus
Die Technologie könnte auch die Erwärmung um medizinische Implantate reduzieren, Krebstherapien verbessern und die Bildgebung von Atomen wie Natrium und Fluor ermöglichen.
Nächste Schritte
Das Forschungsteam bereitet größere klinische Studien vor und plant, die Antenne für weitere Organe wie Herz und Nieren anzupassen.




