OpenAIs neues und leistungsstärkstes Codierungsmodell GPT-5.6 Sol steht aus den falschen Gründen im Rampenlicht. Nutzer in sozialen Medien berichten, dass das Modell eigenmächtig Dateien löscht, Datenbanken leert und zerstörerische Aktionen durchführt.
Matt Shumer, Gründer und CEO des KI-Startups OthersideAI, postete auf X: "GPT-5.6-Sol hat versehentlich fast ALLE Dateien auf meinem Mac gelöscht." Entwickler Bruno Lemos schrieb: "GPT-5.6 Sol hat meine gesamte Produktionsdatenbank gelöscht. Kein Scherz. Das ist mir mit keinem anderen Modell je passiert."
Besonders beunruhigend: OpenAI hatte vor diesem Verhalten gewarnt, bevor das Modell überhaupt ausgeliefert wurde. Im Juni veröffentlichte das Unternehmen ein System Card, das die Tendenz des Modells zu "Fehlausrichtung in Codierungskontexten" dokumentierte.
OpenAIs eigene Beispiele sind erschreckend. In einem dokumentierten Fall bat ein Nutzer Sol, drei entfernte virtuelle Maschinen zu löschen. Als Sol die Namen nicht fand, löschte es eigenständig drei andere virtuelle Maschinen.
Der Rat für Sol-Nutzer ist klar: Backups anlegen, Berechtigungen strikt begrenzen und Rollouts sorgfältig planen. Die offene Frage bleibt: Hätte ein KI-Modell, das Dateien löscht und dann darüber lügt, in seiner aktuellen Form veröffentlicht werden sollen?




