Google hat die Marke Chromebook eingestellt. Der Nachfolger Googlebook ging am 21. September ab 899 Dollar in die Vorbestellung; die Geräte kommen am 4. Oktober in den USA in den Handel, einen Tag später in Kanada, Großbritannien, Irland, Frankreich, Deutschland und Australien.

„Auf dem Android-Technologie-Stack aufgebaut und mit Desktop-Grundlagen aus ChromeOS kombiniert, ist Googlebook für Gemini Intelligence konzipiert und darauf ausgelegt, vom ersten Moment an mit dem Android-Smartphone zusammenzuarbeiten“, schrieb John Solomon, Googles Vice President und General Manager für Laptops, Tablets und Android Enterprise.

Gebaut werden die Geräte von Acer, ASUS, Dell, HP und Lenovo – mit Gehäusen aus Aluminium, Magnesiumlegierung und Carbonfaser, Touchscreens bis 2,8K OLED, haptischen Glas-Trackpads und beleuchteten Tastaturen. Intel- und Qualcomm-Prozessoren treffen auf dedizierte NPUs mit über 45 TOPS; Google verspricht bis zu 14 Stunden Akkulaufzeit. Die Glowbar – ein Leuchtstreifen im Deckel, der den Ladestand anzeigt und bei Gesprächen mit Gemini animiert – ist zurück.

Das Kernversprechen ist Kontinuität zwischen Smartphone und Laptop. Beim Anmelden werden Einstellungen, gespeicherte Passwörter, WLAN-Netze und Nachrichten des Android-Smartphones Ende-zu-Ende-verschlüsselt übertragen. „Continue On“ setzt eine Aufgabe vom Smartphone aus der Taskleiste am Laptop fort; die Files-App durchsucht Dateien und Fotos des Telefons; „Cast My Apps“ streamt eine Smartphone-App in ein Desktop-Fenster.

Drei Gemini-Funktionen prägen den Desktop. „Magic Pointer“ ruft Gemini per Cursor-Bewegung zu allem auf dem Bildschirm – Google betont, dass es nur auf Anfrage handelt und abschaltbar ist. „Rambler“ neben der Quick-Insert-Taste verwandelt diktiert Gedanken in mehreren Sprachen in strukturierte Notizen, und „Create My Widget“ erzeugt Desktop-Widgets aus einer Beschreibung in Alltagssprache.

Google verbindet Web und Play Store: der Desktop-Chrome-Browser mit Erweiterungen neben Android-Apps, dazu native Werkzeuge wie Adobe Photoshop, Lightroom und CapCut sowie ein Jahr GeForce NOW. Für Entwickler sind Antigravity, Googles Agenten-Entwicklungsplattform, und eine vollständige Terminal-Umgebung für Tools wie Claude Code an Bord.

Die Sicherheit wird auf ChromeOS-Niveau beworben: Titan-Hardware-Vertrauensanker, geräteseitige Malware-Erkennung und – laut Google eine Premiere für Laptops – ein Level-5-zertifizierter pKVM-Hypervisor für eine isolierte Linux-Umgebung. Jedes Googlebook enthält 12 Monate Google AI Pro mit 5 TB Speicher, drei Monate YouTube Premium sowie Funktions-Updates für bis zu 10 Jahre.