AVM beginnt mit der Verteilung von FritzOS 8.50, dem nächsten großen Firmware-Update. Als erstes Gerät bekommt die Fritzbox 7690 mit Wi-Fi 7 die neue Version. Nutzer können das Update über die Weboberfläche unter fritz.box oder 192.168.178.1 anstoßen; bei aktiviertem Auto-Update kommt es automatisch. Weitere „aktuelle Fritzbox- und Fritz-Repeater-Modelle“ sollen in den kommenden Wochen folgen – konkrete Namen nennt AVM wie üblich nicht. Am wahrscheinlichsten sind Geräte, die bereits Labor-Vorabversionen erhalten haben: die Glasfaser-Modelle 5690 Pro, 5690, 5690 XGS und 5590, die DSL-Router 5690 Pro, 7630, 7590 AX, 7590 und 7530 AX, die Kabelboxen 6690, 6670 und 6660, die Mobilfunk-Modelle der 6850-Reihe sowie die modemlosen 4690 und 4050.
Kernfunktion ist ein DNS-Filter. Filterlisten blockieren die Server der Werbetreibenden, bevor eine Anfrage beantwortet wird – Banner tauchen gar nicht erst auf, Trackingserver laufen ins Leere. Weil die Filterung im Router passiert, gilt sie für alle Geräte im Heimnetz, im WLAN wie über Ethernet, und damit auch für Smartphones, auf denen passende Listen ungewollte neue Browser-Tabs verhindern sollen.
Auch die Priorisierung ändert sich. Bisher ließ sich ein ganzer Client wie ein PC oder Smartphone bevorzugen; mit 8.50 lassen sich einzelne Echtzeit-Anwendungen priorisieren, etwa Spiele-Traffic oder Videokonferenzen, damit sie ihre Bandbreite behalten, auch wenn das Gerät anderweitig beschäftigt ist. Eine Funktion betrifft nur Mobilfunk-Fritzboxen: Sie können nach dem Update einen Internetzugang über LAN nutzen, etwa über ein vorgeschaltetes Glasfasermodem, und bei Ausfall automatisch auf Mobilfunk zurückfallen.
Darüber hinaus erhält die MyFritz-App eine neue Übersichtsseite, die den Zustand des Routers zusammenfasst und bei installiertem FritzOS 8.50 Empfehlungen, Hinweise und Warnungen meldet. Smart-Home-Nutzer bekommen neue Routine-Möglichkeiten, Fritz-Telefone einen „Einfachen Modus“, in dem sich Auswahltasten als Schnellwahltasten belegen lassen, plus einen SOS-Ruf, der im Notfall nacheinander bis zu vier hinterlegte Nummern anruft.




