Mozilla hat Firefox 157 am 29. September für den Release-Kanal freigegeben – und bezeichnet die Überarbeitung selbst als die größte optische Auffrischung seit Jahren. Betroffen sind Toolbars, Sidebar, Menüs und einzelne Funktionen, umgesetzt auf Basis eines aktualisierten Designsystems.

Zwei Punkte dürften Nutzer unmittelbar bemerken. Erstens neue integrierte Themes mit heller und dunkler Variante, die das Aussehen mit einem Klick verändern. Zweitens ein neuer Kompaktmodus, der Abstände von Toolbar und Tabs verringert, um mehr Platz für Inhalte zu lassen – gedacht für kleine Bildschirme und geteilte Ansichten.

Daneben gibt es handfeste Technik: WebRTC-Videoanrufe können jetzt auf unterstützter Hardware AV1-Dekodierung nutzen, statt AV1-Video immer in Software zu dekodieren. Neu ist außerdem ein Warnhinweis – im Site-Info-Panel am Schild-Symbol der Adressleiste und in den Einstellungen – wenn Firefox so konfiguriert wurde, dass es seine Verschlüsselungsschlüssel protokolliert, was anderer Software auf dem Rechner das Mitlesen verschlüsselten Datenverkehrs ermöglichen könnte.

Ebenfalls neu: Firefox Suggest liefert Vorschläge in der Adressleiste nun auch in 16 weiteren europäischen Ländern – Österreich, Belgien, Tschechien, Dänemark, Finnland, Ungarn, Irland, Luxemburg, Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, Slowakei, Spanien, Schweden und der Schweiz. Amazon ist nicht mehr als integrierte Suchmaschine enthalten, lässt sich aber manuell ergänzen.

Bei der Sidebar bringt die Version eine Entscheidung: Die überarbeitete Sidebar ist für alle aktiv, die Option „Sidebar anzeigen“ wurde aus den Einstellungen entfernt. Wer die alte Ansicht behalten will, kann in `about:config` die Einstellung `sidebar.revamp` auf `false` setzen – dann sind allerdings auch vertikale Tabs aus. Diese Option bleibt bis Ende 2027 verfügbar, wie Mozilla betont. Die Tabulatortaste springt zudem direkt in das Textfeld von Adress- und Suchleiste, und die Dialoge `alert()`, `confirm()` und `prompt()` folgen nun dem hellen oder dunklen Farbschema der Seite. Behoben wurden unter anderem seitwärts oder kopfüber dargestellte Telefonvideos in WebRTC-Anrufen und stumpf wirkende HDR-Videos in 8-Bit-Formaten unter Windows.