Ein Rätsel, das mit einer einfachen Frage begann

In den frühen 1960er Jahren stieß der Nobelpreisträger Richard Feynman auf eine täuschend einfache Frage: Wenn man einen Sprinklerkopf untertaucht und rückwärts laufen lässt — Wasser einsaugt statt auszuspritzen — in welche Richtung dreht er sich?

Die Antwort für den Vorwärtsfall ist offensichtlich. Aber der umgekehrte Fall — ein "inverser Sprinkler" — löste jahrzehntelange Debatten aus.

Verspielte Werkzeuge, ernste Physik

Ein Team von Mathematikern der New York University hat die Frage nun endgültig geklärt. Ihre Geheimwaffe: sogenannte "alberne Sprenger" — spielerisch gebaute Spezialgeräte.

Das Team baute durchsichtige Sprinklerköpfe mit präzise gesteuerten Düsen und filmte ihre Bewegung mit Hochgeschwindigkeitskameras. Das Ergebnis war eindeutig: Der inverse Sprinkler dreht sich in dieselbe Richtung wie der Vorwärtssprinkler — nur viel langsamer und mit anderen Dynamiken.

Warum hat es so lange gedauert?

Das Rätsel blieb ungelöst, weil die Intuition in die Irre führt. Frühere Experimente lieferten widersprüchliche Ergebnisse, weil sie die schwachen Kräfte nicht präzise genug messen konnten. Das NYU-Team fing mit seinen Hochgeschwindigkeitskameras ein, was früheren Bemühungen entgangen war.

"Feynman selbst schlug ein Experiment vor, führte es aber nie durch. Wir freuen uns, zu vollenden, was er begann," sagte Ristroph.