China hat einen neuen Energierekord gemeldet: Im August wurden erstmals mehr als eine Petawattstunde Strom verbraucht. Nach Angaben der staatlichen Energiebehörde National Energy Administration (NEA), die heise online zitiert, lag der Verbrauch bei 1,0332 Petawattstunden — ein Anstieg von 1,7 Prozent gegenüber August 2025. Auch die Netzlast erreichte eine neue Bestmarke: Sie stieg auf 1,56 Terawatt und übertraf an sieben Tagen den Höchstwert des Vorjahres.
Die Treiber sind Industrie und Dienstleistungen. Im sekundären Sektor — Industrie, verarbeitendes Gewerbe, Handwerk — stieg der Verbrauch um 2,4 Prozent auf 612,4 Terawattstunden. Der tertiäre Sektor (Dienstleistungen) legte um 5,1 Prozent auf 215,5 Terawattstunden zu. "Der sekundäre und der tertiäre Sektor sind die Haupttreiber des Anstiegs", sagte Wu Liqiang vom Branchenverband China Electricity Council gegenüber der Nachrichtenagentur Xinhua und verwies auf das rasante Wachstum von Hightech- und Maschinenbauindustrie.
Der private Verbrauch ging dagegen um 4 Prozent zurück. Wu führt das auf das Wetter zurück: mehr Regen und mehr Taifune im August hätten die Klimaanlagen weniger laufen lassen.
Im laufenden Jahr summierte sich der Stromverbrauch bis Ende August auf 7,17 Petawattstunden, 4,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der China Electricity Council erwartet für das Gesamtjahr ein Plus von 5 bis 6 Prozent; allein 2026 dürften rund 400 Gigawatt neuer Erzeugungskapazität installiert werden. Kohle stellt noch immer den größten Anteil am chinesischen Strommix, ist aber auf dem Rückzug: Ende Juli lag die installierte Photovoltaikleistung mit 1,286 Terawatt knapp vor den Kohlekraftwerken mit 1,285 Terawatt. China bleibt zugleich der weltweit größte CO2-Emittent.




