Casio hat die teuerste G-Shock aller Zeiten vorgestellt: die MRG-D5000 für 80.000 Dollar, deren Außengehäuse und Lünette komplett aus blauem Saphirkristall gefertigt sind. Sie ist Teil der „Blue Rose Project" genannten Kollektion – benannt nach der blauen Rose, die als Symbol für das scheinbar Unmögliche gilt, weil es sie in der Natur nicht gibt. Nur 20 Exemplare sollen entstehen, womit die robuste Digitaluhr preislich in die Region einer Patek Philippe oder eines Porsche Macan rückt.

Die Idee reicht zurück bis 2017: Beim 35-jährigen Jubiläum der G-Shock zeigte Erfinder Kikuo Ibe drei Saphir-Prototypen – klar, rubinrot und blau. Sie mussten damals mit Metallstreben zusammengehalten werden und bestanden die Toughness-Tests der Marke nicht, weshalb sie nie verkauft wurden. Die neue MRG-D5000 ist dagegen eine voll funktionsfähige G-Shock. Das MR-G-Team teilt das Außengehäuse in mehrere interagierende Komponenten auf, die Aufprall besser verteilen als ein einteiliges Gehäuse, und ließ sich dafür nach eigener Aussage von traditionellen japanischen Holzbauweisen inspirieren: ineinandergreifende Teile statt Belastung an Schraubenlöchern. Gebaut wird vollständig schraubenlos, mit nahezu unsichtbaren Fugen – und offenbar so anspruchsvoll, dass derzeit nur eine einzige Person im Stammwerk Yamagata Casio die Montage beherrscht. Die Beschriftung auf dem Zifferblatt ist in 24-karätigem Gold ausgeführt; das Armband ist, anders als die Prototypen von 2017, aus Gummi.

Technisch bleibt es eine G-Shock: 200 Meter wasserdicht, Tough-Solar-Antrieb, Multiband-6-Funkuhr, Weltzeit, Stoppuhr, Timer, fünf Alarme und automatische LED-Beleuchtung. Wer die 80.000 Dollar nicht ausgeben will, kann zur MRG-B5000SA-2 für 9.500 Dollar greifen – mit zwei facettierten Saphiren von je zwei Karat und Grade-5-Titan, limitiert auf 500 Stück – oder zur GMW-B5000SB-1A für 850 Dollar mit vier runden Brillantschliff-Saphiren in einem Metallgehäuse.