Das Design-Plattform-Unternehmen Canva hat Craft veröffentlicht – sein erstes eigenes Bildgenerierungsmodell, berichtet Webrazzi.

Bisher stützten sich Canvas generative Bildfunktionen auf Modelle externer Anbieter. Mit Craft übernimmt das Unternehmen die Kontrolle über die Generierungsschicht unter seinen Design-Workflows: wie Bilder entstehen, wie eng sie Eingabe, Palette und Markenvorgaben folgen und was es kostet, sie in Canvas Größenordnung auszuliefern.

Für Canva geht es weniger um die Wette mit den Forschungslaboren als um Produktfit: Designer wollen kein freies Bild, sondern ein Element, das in Canvas, Palette und Vorlage passt – ein darauf trainiertes Modell kann dafür schmaler, günstiger und schneller sein als ein Generalist. Ein eigenes Modell reduziert zugleich die Abhängigkeit von Drittanbieter-Preisen und Roadmaps.

Während Adobe, Microsoft und eine Welle von Startups um dieselben KI-Workflows konkurrieren, gehört Canva zu den wenigen großen Plattformen, die ihr Generierungsmodell selbst bauen, statt nur Modelle anderer zusammenzusetzen. Wie Craft in der Plattform verteilungsfähig ist und was es gegenüber den integrierten Drittmodellen besser kann, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.