Boox' Antwort auf den Hosentaschen-Reader Xteink X4 nimmt Konturen an. Das Unternehmen hatte den Picco – ein Gerät mit 3,97-Zoll-E-Paper-Display – bereits im Juli angedeutet; neue Berichte von der IFA füllen das Bild nun weitgehend aus, nur der Preis bleibt ein Rätsel.
Das kleine Display des Picco wird ein Touchscreen – von Testern des Xteink X4 Pro als willkommenes Upgrade bezeichnet –, flankiert von physischen Blättertasten, deren Verhalten sich anpassen lässt: Kurzen und langen Drücken können verschiedene Aktionen zugewiesen werden. Anders als die Xteink-Geräte wird der Picco auf der Rückseite jedoch keine Magnete haben, um den Reader am Smartphone zu befestigen.
Der Speicherplatz kommt vollständig von einer microSD-Karte – integrierten Speicher gibt es nicht –, doch Boox macht das Befüllen einfach: Bücher und Dokumente lassen sich direkt auf die Karte kopieren oder per USB-C (ein Anschluss, der den Xteink-Geräten fehlt) sowie über Wi-Fi aus einer Begleit-App auf das Gerät bringen.
Der markanteste Unterschied betrifft die Software. Während Boox' übrige Reader Android nutzen, läuft auf dem Picco ein abgespecktes, Linux-basiertes Betriebssystem mit einigen integrierten Extras wie Timer, To-do-Liste und Lesestatistik. Der Haken, so Tester: Boox werde seine Firmware wohl kaum so öffnen wie Xteink – der Picco dürfte also weniger hackbar und anpassbar sein.
Weiterhin offen sind Preis, Akkulaufzeit, Bluetooth-Support und die Frage, ob ein Audiobook-Player enthalten sein wird. Boox dürfte im November alle Details nennen, wenn der Picco auf den Markt kommen soll.




