Was passiert ist

Ein US-Bundesrichter in Kalifornien hat eine Sammelklage zugelassen, mit der Kartenherausgeber gemeinsam gegen Apple wegen der Transaktionsgebühren für Apple Pay klagen können. Richter Jeffrey S. White erließ die Verfügung im Northern District of California; Berichte datieren sie auf den 23. September 2026. Die Klasse umfasst alle US-Unternehmen, die eine für Apple Pay freigeschaltete Zahlungskarte ausgegeben und Apple eine Gebühr für Apple-Pay-Transaktionen gezahlt haben.

Der Vorwurf

Die Klägerin an der Spitze, die Affinity Credit Union aus Des Moines, Iowa, argumentiert, Apples Kontrolle über den NFC-Chip des iPhone habe Banken jede Möglichkeit genommen, kontaktloses Zahlen in eigenen Apps anzubieten – und sie so durch Apple Pay und dessen Gebühren gezwungen. In den USA liegen diese Gebühren bei rund 0,15 % des Betrags bei Kreditkarten und etwa der Hälfte davon bei Debitkarten. Die Kläger beziffern den mutmaßlichen Abfluss auf etwa 1 Milliarde US-Dollar pro Jahr.

Details der Entscheidung

- Die Klassenzertifizierung wurde erteilt (Berichte: 23. bis 25. September 2026). - Apples Versuch, das Gutachten der Kläger auszuschließen, wurde laut Berichten abgelehnt; darin hieß es, Apple habe Monopolmacht über den Markt für mobile Wallets. - Die Kanzlei Hagens Berman, die die Credit Unions vertritt, beschreibt die Klasse als alle US-Herausgeber, die Apple Pay freigeschaltet und Gebühren gezahlt haben.

Kontext und Ausblick

Apple hat den NFC-Zugang in iOS 18.1 für Dritte geöffnet – in den USA, der EU und anderswo. Das adressiert den Vorwurf für die Zukunft, nicht aber die Forderung nach Schadenersatz für in der Vergangenheit gezahlte Gebühren, die die Kläger für illegal erhoben halten. Ein separates Kartellverfahren des US-Justizministeriums prüft Apple Pay ebenfalls. Zu erwarten sind Jahre, nicht Monate; Berufungen und weitere Gutachterstreitigkeiten sind wahrscheinlich.