Anthropic hat Claude Haiku 5.5 veröffentlicht – das dritte Modell seiner 5.5-Familie und das kleinste, schnellste und günstigste der Reihe. Der Preis liegt bei 0,10 US-Dollar pro Million Eingabe-Token und 0,50 US-Dollar pro Million Ausgabe-Token für Anfragen bis 100.000 Eingabe-Token. Laut Anthropic ist der Betrieb rund 75 Prozent günstiger als bei Claude Haiku 4.5, bei deutlichen Zuwächsen in Benchmarks für Computer-Nutzung und Kommandozeilen.
Die wichtigste Neuerung sind 'Effort Controls'. Haiku 5.5 ist das erste Modell der Haiku-Klasse mit dieser Einstellung, die das feste Denkbudget ersetzt, das Entwickler bisher über budget_tokens steuerten: Statt eines Token-Kontingents fürs Schlussfolgern wählt der Aufrufer eine Aufwandsstufe und überlässt dem Modell die Entscheidung, wie viel Nachdenken eine Aufgabe braucht. Anthropic positioniert die Kombination aus günstig, schnell und dosierbar auf agentische Arbeitslasten – Zusammenfassungen, Klassifikation und andere kostenempfindliche Massenaufgaben, bei denen ein Agent viele kleine Schritte durchläuft.
Die Verfügbarkeit war von Anfang an breit: Das Modell erschien gleichzeitig in Amazon Bedrock, in der Anthropic-API und in Programmierwerkzeugen wie Cursor, das bei maximalem Aufwand 48,4 Prozent im CursorBench meldet. Der Start setzt das schnelle Release-Tempo von Anthropic fort – Haiku 5.5 kommt neben den größeren Modellen Opus 5.5 und Sonnet 5.5 – und folgt einem breiteren Markttrend zu kleinen, günstigen Modellen, die Agenten antreiben statt einzelne Fragen zu beantworten.




