Eine Investition von 900 Millionen Dollar, die Google 2015 in das damals als „verrückte Raketenfirma“ geltende SpaceX tätigte, ist heute rund 94 Milliarden Dollar wert – ein etwa hundertfacher Gewinn innerhalb eines Jahrzehnts, wie neue Börsenunterlagen zeigen.

Alphabet, Googles Mutterkonzern, offenbarte in einer Pflichtmeldung einen SpaceX-Anteil von etwa 94,1 Milliarden Dollar – ungefähr 6 bis 7,5 Prozent des Raumfahrtunternehmens. Der Großteil davon, rund 80 Milliarden Dollar, unterliegt noch kurzfristigen Lock-up-Vereinbarungen, die an den Börsengang vom Juni gekoppelt sind. Der Anteil macht laut Analysten inzwischen etwa 95 Prozent des gesamten „sonstigen Investitionen“-Portfolios von Alphabet aus.

Der ursprüngliche Check über 900 Millionen Dollar, mit dem Google 2015 rund 7,5 Prozent von SpaceX erwarb, galt damals als riskante Wette auf eine Firma, die noch nie einen Orbitalstart gewinnbringend absolviert hatte. Zehn Jahre später hat sich die Beteiligung in einen der erfolgreichsten Investments der Tech-Geschichte verwandelt: SpaceX ging im Juni 2026 an die Börse und überschritt innerhalb weniger Tage eine Bewertung von 2 Billionen Dollar.

Die Offenlegung fällt in eine Woche, in der auch andere Großinvestoren ihre SpaceX-Positionen sichtbar machten: Tiger Global hat Anteile an Big Tech reduziert und stattdessen in SpaceX investiert, und Nvidia soll nach Medienberichten eine SpaceX-Beteiligung von rund 21 Milliarden Dollar halten – ein Hinweis darauf, wie stark Elon Musks Raumfahrt- und KI-Imperium institutionelle Anleger inzwischen anzieht.

Für Alphabet ist der Gewinn vor allem buchhalterisch: Solange die Lock-up-Fristen laufen, bleiben die Papiere gebunden. Mit Ablauf der Sperrfristen in den kommenden Monaten steht dem Konzern jedoch die Option offen, die Position zu liquidieren oder zu halten – und damit eine der größten Fragen am Markt: Was passiert, wenn Google beginnt, seine SpaceX-Papiere zu verkaufen?