Apples AirPods galten lange als praktisch nicht zerstörungsfrei zu öffnen. Ein neuer Teardown des Reparaturdienstes iFixit zeigt, dass zumindest Teile der brandneuen AirPods 5 leichter zugänglich sind – die Batterien in den Stöpseln lassen sich austauschen. Der Gesamteindruck bleibt aber ernüchternd: Der Repairability Score steigt nur von 0 auf 2 von 10 Punkten.

iFixit versuchte zunächst die professionelle Variante mit einer speziellen Spannvorrichtung und Hitze. Der Versuch, den Mikrofonbereich am Stiel zu lösen, endete mit geschmolzenen Bauteilen. Neu sind jedoch Einkerbungen im Bereich des Hörers, in dem auch die Batterie sitzt: Mit etwas Wärme – etwa einem Föhn samt Hobbywerkstatt-Spannvorrichtung – lassen sie sich dort zerstörungsfrei öffnen. Die kleinen Knopfzellen in den AirPods 5 sind dann sogar zerstörungsfrei entnehmbar und austauschbar, weil Metallzungen dafür angebracht sind. Zu beachten ist, dass die Batterien je nach Seite unterschiedlich gepolt sind; man braucht also den passenden Satz.

Andere Bereiche bleiben verschlossen: Der H2-Chip und die neue berührungsempfindliche Gestensteuerung gelten weiterhin als nicht zerstörungsfrei tauschbar. Das Ladecase ist komplett zugeklebt – keine Schrauben, und Hitze hilft ebenfalls nicht, das Gehäuse zu öffnen. iFixit kritisiert das: Bei anderen Herstellern sei längst mehr möglich, zumal in der Hülle genug Platz für einen Austauschakku wäre. Apple selbst sieht auch die AirPods 5 nicht als reparierbar an und liefert weder Anleitungen noch Ersatzteile für Endkunden; Ersatzbatterien müssen daher künftig von Drittanbietern kommen. Die AirPods 5 starten bei 149 Euro, mit kabellosem Ladecase und Gestensteuerung bei 169 Euro; beide Varianten bieten aktive Geräuschunterdrückung.