Der Bestand an KI-Chips in den Rechenzentren der Welt wächst atemberaubend schnell: rund 20 Millionen Hochleistungs-Beschleuniger-Äquivalente heute, eine Verdopplung etwa alle neun Monate und ein Kurs Richtung 200 Millionen bis Ende 2028, so die diese Woche von The New York Times berichtete Analyse der Forschungsfirma Epoch AI.
Epoch AIs Auswertung der Chipverkaufsdaten zeigt, dass die gesamte verfügbare Rechenkapazität aus KI-Chips seit 2022 um etwa das 3,3-Fache pro Jahr gewachsen ist — eine Verdopplung alle sieben Monate. NVIDIA-Chips machen derzeit über 60 % der gesamten Rechenleistung aus; Google und Amazon tragen den Großteil des Restes. Die Schätzungen stützen sich auf Umsatzdaten, Finanzoffenlegungen und Analystenberichte.
Der Zinseszinseffekt ist entscheidend: Rechenleistung, die sich alle neun Monate verdoppelt, wächst alle 2,5 Jahre um etwa das Zehnfache — größere Modelle, mehr Experimente und günstigere Inferenz werden möglich, ein roter Faden durch die Nachrichten dieser Woche, von OpenAIs 2.000-Dollar-Mathebeweisen bis zu Rechenzentrumsprojekten im Gigawatt-Maßstab.
Der Anstieg verschiebt auch die Grenzen des KI-Fortschritts. Analysten sagen, der Engpass verlagere sich von knapper Rechenleistung hin zu Energie, Kapital und den schwierigeren Fragen, was mit all dieser Fähigkeit anzufangen ist: Ein außergewöhnlicher Infrastrukturausbau — und der Strom, um ihn zu betreiben — steht bevor.

